14 Tipps zum Bonsai schneiden: Anleitung und Zeitpunkt

Ein Bonsai fällt vor allem durch seinen außergewöhnlichen Wuchs auf. Damit Form und Wuchsrichtung so bleiben, muss der Bonsai geschnitten werden. Damit man ordentlich schneiden kann, werden spezielle Schnittwerkzeuge benötigt. Ideal sind spezielle Bonsaischeren bzw. –zangen. Der Schnitt muss sauber sein. Außerdem darf es nicht zu Quetschungen kommen!

Besonders gut sind japanische Schnittwerkzeuge. Man unterscheidet mehrere Schnittformen: die streng aufrechte Form, die frei aufrechte Form, die Kaskadenform, die lehnende Form und die Besenform.

Wenn man oft schneidet, aber nur wenig, wird das Wachstum nur wenig angeregt. Wenn man selten schneidet, aber dafür mehr wegschneidet, ist das besser für das Wachstum.

Wann schneidet man einen Bonsai?

Man unterscheidet beim Schnitt die verschiedenen Formen und ob es ein laub- oder nadeltragender Bonsai ist.

  1. Der Blatt- oder Formschnitt erfolgt im Mai oder Anfang Juni. Er wird in der Regel alle zwei Jahre durchgeführt.
  2. Im Sommer wird der Erhaltungsschnitt gemacht. Die langen frischen Triebe werden eingekürzt.
  3. Größere Schnittmaßnahmen werden im Juni erledigt. In dieser Zeit heilen die Wunden am besten.
  4. Bei starkem Wachstum kann man den Bonsai im Sommer nach Bedarf immer wieder einkürzen.

Wie schneidet man einen Bonsai?

  1. Die Blätter werden mit der Blattschere geschnitten. Außerdem kann man auch eine mittlere Bonsaischere nutzen.
  2. Um die Wuchsrichtung vorzugeben und eine Verzweigung zu fördern, schneidet man Blätter vollständig oder zur Hälfte. Der Blattstiel muss auf jeden Fall stehen bleiben!
  3. Kleine und mittelgroße Äste werden eingekürzt. Verwendet wird eine mittlere Bonsaischere. Man schneidet auf eine Knospe, die unterhalb des Astes liegt zurück!
  4. Trockene und störende Triebe werden herausgeschnitten, ebenso Äste, die kreuz und quer wachsen.
  5. Die Äste werden so entfernt, das die übrig gebliebenen Äste die Form von Etagen aufweisen.
  6. Zu lang gewordene Triebe werden kurz oberhalb des letzten Austriebs abgeschnitten.
  7. Die Form des Baumes wird zurückgebracht.
  8. Um einen kräftigen Ast am Stamm zu kürzen, nutzt man eine Konkavzange! Die Zange ist ideal, da größere Wunden schneller mit Rinde überwallt werden können.
  9. Große Wunden sollten mit Wundknetmasse behandelt werden. Man verteilt sie auf der gesamten Wunde. Der Heilungsprozess wird so gefördert.
  10. Wenn man alte Zweige wegschneidet, regt man die schlafenden Knospen zum Austrieb an. Das bewirkt eine Erneuerung der inneren Baumkrone.

Unsere Tipps

  1. Chinesische Schnittwerkzeuge sind zwar deutlich preiswerter als japanische, das hat aber auch seinen Grund. Die Qualität ist meist unzureichend.
  2. Der Schnitt ist nicht nur von der Form, sondern auch von der Gattung des Baumes abhängig. Nicht jeder Baum eignet sich für jeden Schnitt.
  3. Entscheidend für einen guten Wuchs ist auch der passende Standort.

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