Ginster schneiden - im Frühling oder Herbst? 3 Tipps für Hobbygärtner

Alljährlich sorgt der Ginster für ein Farbenspiel der ganz besonderen Art. Die Wirkung der Farbe Gelb spielt für die menschliche Psyche eine nicht unerhebliche Rolle, denn das Unterbewusstsein assoziiert sie mit den Strahlen der Sonne.

Der zu den Schmetterlingsblütern zählende Ginster stellt an den Boden keine großen Ansprüche. Er wächst bevorzugt auf nährstoffarmen Standorten mit Sandböden oder auf Heide. Ginster möchte allerdings am liebsten in der Sonne stehen. Neuere Züchtungen haben auch Ginster mit cremeweißen, rosafarbenen, orangebraunen und roten Farbtönen hervorgebracht.

Im Frühjahr oder im Herbst Ginster schneiden?

Wächst ein Ginsterstrauch zu hoch kann es passieren, dass er zur Seite kippt. Deshalb sollte zu den Pflegemaßnahmen unbedingt auch der Rückschnitt gehören. Prinzipiell kann man im Frühling oder im Herbst den Ginster schneiden. Der beste Zeitpunkt ist jedoch nach der Blüte im Mai bzw. im Juni.

Tipps für Hobbygärtner

Damit der Ginster kräftig und vor allem buschig wächst, sind beim Schneiden ein paar Punkte zu beachten. Zudem gibt es mehrere Möglichkeiten, den Ginster zu schneiden, entweder jährlich oder jeweils nach etwa drei Jahren.

  1. Jährlicher Rückschnitt
  2. Sind alle Blüten verwelkt, wird der komplette Ginster auf verbleibende 40 cm zurück geschnitten. Er treibt daraufhin wieder kräftig aus. Auf jungen Trieben sitzen zudem für gewöhnlich die meisten Blüten. Im zweiten Jahr erfolgt die gleiche Prozedur, wobei dabei auch ein Teil des alten Holzes der Schere zum Opfer fällt. Nach dem Schnitt im dritten Jahr ist dann der Ginster komplett verjüngt, so dass keiner der vorhandenen Triebe älter als drei Jahre ist. Auf diese Weise wird der Ginster zu einem buschigen Wachstum angeregt und bekommt auch nach Jahren keine kahlen Stellen.

  3. Radikaler Rückschnitt
  4. Wer möchte, kann seinen Ginster zunächst drei oder sogar vier Jahre ohne Schnitt wachsen lassen, um ihn dann nach der Blüte auf einmal einzukürzen. Auch dann empfiehlt sich der Rückschnitt auf 40 cm. Allerdings sollte in diesem Fall darauf geachtet werden, dass an jedem Trieb die ersten Verzweigungen verbleiben. Notfalls sind die Triebe nach dem Schnitt eben etwas höher. Danach kann erneut 3-4 Jahre gewartet werden, bis der nächste Radikalschnitt erfolgt.

  5. Frostschäden am Ginster schneiden
  6. Egal, für welche Rückschnittsart man sich entscheidet, im zeitigen Frühjahr sollte ein Ginsterstrauch stets auf eventuell vorhandene Frostschäden überprüft werden, um sie sofort zu entfernen.

Mit scharfen Klingen ausgestattete Schneidewerkzeuge erleichtern die Schnittarbeit erheblich. Da Ginstersträuche Giftstoffe besitzen, sollten beim Schneiden Handschuhe nicht fehlen.

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